Einen Baum oder Strauch zu pflanzen ist keine Kunst. Im Grunde reicht ein ausgegrabenes Loch, wo man die Pflanze einsetzt und dann die Wurzeln mit Humusboden bedeckt.

Damit die Pflanzen nicht eingehen, gießt man während der Trocken- und Vegetationszeit und düngt gelegentlich mit Naturalien. Das macht man die ersten paar Jahre nach der Pflanzung.

Später versorgt sich der Baum durch die tiefere Verwurzelung und den Blattfall weitgehend selbst, außer vielleicht der Baumschnitt und die Ernte.

Wozu das Ganze

  • Obstbäume und Sträucher, die zukünftige Ernteerträge bringen.

Was ich brauche

  • Bäume, Sträucher usw., die du pflanzen möchtest.
  • Humus für den Boden (z.B. Kompost, verrottetes Holz).
  • Optional: Schafwolle, Reisig oder Laub.
  • Spaten mit dem du das Loch gräbst.
  • Optional: Hacke.
  • Optional: Baumschutz-Spirale.

Bevor es los geht

Veredelte Stelle nicht eingrabenAchte darauf, dass bei veredelten Bäumen, die veredelte Stelle nicht mit Erde bedeckt wird. Sonst kann es sein, dass die Unterlage (Wurzelstück) austreibt und das Edelreis (oberer Baumteil) irgendwann abstirbt.

Wenn am Wurzelballen genug dran ist, dann solltest du die Wurzeln ein wenig zurückschneiden. Das regt das Wurzelwachstum an.

Am Waldrand kann es vorkommen, dass Wildschweine die Pflanzen wieder ausgraben, da sie Futter unter dem Boden vermuten (Erdgeruch). Bei mir hat hier schlicht und einfach “auf die Erde pinkeln” geholfen.

Los gehts

1.  Suche dir eine geeignete Stelle für deinen jungen Baum. Der Abstand zu anderen Pflanzen sollte mindestens eines ausgewachsenen Baumes entsprechen.

2.  Grabe mit dem Spaten ein Loch aus, dass etwa doppelt so groß ist, wie die Wurzel deines Baumes.

3.  Fülle den Rand des Pflanzloches mit etwas Humus (so das du deine Pflanze noch reinstellen kannst).

4.  Lege deinen Baum ins Pflanzloch.

5.  Wenn du möchtest, dann kannst du ins Pflanzloch noch etwas Schafwolle, Laub oder Äste dazugeben. Diese dienen als natürliche Dünger für die ersten paar Jahre.

6.  Stelle den Baum senkrecht hin und schütte das Loch zusammen mit dem Humus und den anderen Naturalien zu. So das alles schön vermischt ist.

7.  Trete mit dem Fuß und Spaten alles fest. Achte darauf das die veredelte Stelle nicht verdeckt ist und du eine Regenrille formst, wo sich das Regen- und Gießwasser sammeln kann.

8.  Wenn dein Grundstück nicht eingezäunt ist, dann mache noch eine Baumschutzspirale um dem Baumstamm. Wildtiere beißen bzw. nagen sehr gerne an Obstgehölzen.

9.  Damit die Wurzeln nicht erfrieren, solltest du Laub um den Baum streuen. Die Blätter dienen gleichzeitig als Dünger für das kommende Jahr.

10.  Wenn nötig, dann mache den ersten Erziehungsschnitt. Schneide den Baum also so, wie du den Baum ausgewachsen haben möchtest (Grundgerüst). Hierzu solltest du dich vorher in einlesen.

11.  Jetzt hast du erst mal Ruhe. Ab Frühjahr dann, sobald die Regentage nachlassen, solltest du das ganze Jahr über gießen. Dann vertrocknet auch nichts und die Wurzeln wachsen schnell an.