Saft aus Quitten

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um gesammeltes Obst haltbar zu machen. Eine davon ist das Entsaften. Wie der Name schon sagt, machen wir daraus Saft.

Im Gegensatz zum kalt gepressten Saft, wird hier ein spezieller Topf benötigt (notfalls tuts auch ein normaler), den wir mit Wasser und Obst füllen. Erhitzten wir diesen, so entsteht Wasserdampf, der die Zellen des Obstes zum platzen bringt. Der so entweichende Zellsaft wird nun nur noch aufgefangen und in sterile Flaschen abgefüllt.

Entsaftet wird dort, wo das Schälen und Entkernen von großen Obstmengen zu aufwändig wäre. Nachteil dabei: Durch die Hitze werden dem Obst/-saft Nährstoffe entzogen.

Ist der Wassergehalt des jeweiligen Obstes hoch, dann entsteht viel Saft (z.B. Traubensaft). Ist dieser hingegen zu gering, so entsteht eher Mus (z.B. Apfelmus).

Wozu das Ganze

  • Saft herstellen (optional auch Mus möglich, hier jedoch andere Gläser)
  • Super Geschmack für z.B. Brei- und Reisgerichte oder als verdünntes Getränk
  • Einfach und relativ schnell herzustellen (im Gegensatz zum kalt gepressten Saft)
  • Sehr lange haltbar:
  • Gärt nicht, wird also nicht zu Alkohol bzw. Essig
  • Schimmelt nicht

Was ich brauche

  • Obst mit möglichst hohem Wassergehalt (bei Musherstellung geringer Wassergehalt)
  • Entsafter oder ein einfacher Topf
  • Herd, wo das Ganze erhitzt wird (optional strombetriebener Entsafter)
  • Sterile und hitzebeständige Glasflaschen mit Verschluss
  • Großer Wasserkochtopf, um die Flaschen zu sterilisieren

Bevor es los geht

In diesem Beispiel verwende ich einen nicht-strombetriebenen Entsafter. Hier ist also noch eine Herdplatte erforderlich, um dass Wasser zu erhitzen.

Funktionsweise des Entsafters

Los gehts

1.  Zuerst desinfizierst du deine Glasflaschen, damit später nichts schimmelt oder Bakterien aus deinem Saft ein alkoholisches Getränk machen.

Das tust du, indem du deine leeren Glasflaschen mit den Gummiringen im heißen Wasser lange genug abkochst. Ich mache das mindestens 20 Minuten.

Entkeimen vor dem Saft abfüllen

2.  Jetzt kommt das eigentliche Entsaften. 

Stelle den Entsafter auf den Herd (ohne Foto), fülle diesen ganz unten mit Wasser und stelle den Herd auf eine Stufe, so das das Wasser kochen kann.

Entsafter mit Wasser füllen

3.  In den Korb des Entsafters gibst du nun das Obst rein, so das der Deckel gerade noch so zugeht (wird sich später noch absetzen).

Wenn du dein Obst vorher zerkleinerst, dann geht das Entsaften schneller. Je höher der Wassergehalt des Obstes, desto weniger ist das erforderlich.

Tipp: Ich selbst wasche bzw. reinige das Obst nicht, da ich diese direkt von den Bäumen pflüge und es nur unnötig Lebenszeit kosten würde.

Entsafter mit Obst füllen

4.  Sobald sich im Schlauch (der wo aus dem Topf ganz unten herauskommt – siehe voriges Foto) und Auffangbecken des Topfes genügend Saft gesammelt hat, kannst du deine „abgekochten Gläser“ abfüllen und sofort verschließen.

Nach dem entsaften

5.  Die abgefüllten Flaschen kannst du nun kurze Zeit kopfüber in ein heißes (nicht kochendes) Wasser stellen.

Dazu kannst du das Wasser nehmen, wo du zuvor die Flaschen „gekocht“ hast.

Dieser Schritt ist nicht unbedingt nötig, allerdings bleibt der Saft dann länger haltbar. 

6.  Sobald die Flaschen abgekühlt sind, entfernst du außen nur noch evtl. Schmutzreste an den Flaschen (könnte sonst schimmlig werden) und lagerst es an einen kühlen Ort (je kühler, desto länger halbar).

Bis wann verbrauchen

Ich verbrauche den Saft innerhalb von einem Jahr. Es ist aber durchaus möglich, diese über mehrere Jahre kühl zu lagern, wenn bei der Verarbeitung und Lagerung nichts falsch gemacht wurde.