Boden für Starkzehrer

Bevor wir im Frühling unsere Setzlinge in Beete pflanzen, sollten wir den Boden aufbereiten. Nur so haben unsere Nutzpflanzen genügend Nährstoffe, Mikroorganismen und einen lockeren Boden. Das ist auch wichtig für den natürlichen Pflanzenschutz.

Unter den Pflanzen gibt es unterschiedliche Bedürfnisse: Manche brauchen mehr Nährstoffe als andere. Diejenigen, die besonders viel benötigen, nennt man Starkzehrer (Kartoffel, Kürbis, Mais, Tomate, Gurke, Zucchini usw.). Das Gegenteil sind Schwachzehrer, wie zum Beispiel Kräuter. Der Stickstoff spielt dabei eine große Rolle (viel im Mist).

Im Folgenden erfährst du, wie du deinen Boden für deine starkzehrenden Pflanzen aufbereitest.

Wozu das Ganze

Was ich brauche

  • Humushaltige Erde (z.B. Kompost, verrottete Küchenabfälle)
  • Grobes Grün- und Schnittgut (z.B. Laub, unverrottete Pflanzen, Äste, Reisig)
  • Tierisches: Schafwolle, Kaninchen-, Schaf-, Schweine-, Rinder-, Pferde- oder Geflügelmist
  • Hoch-/Beet (z.B. Gartenfläche, Behälter, Container, Fass, Kiste, Wanne)
  • Schaufel, Hacke, Mistgabel

Bevor es los geht

Starkzehrer brauchen zwar viel Nährstoffe (insbesondere Stickstoff), dass gilt aber nicht während der Aussaat. Aussaaten sollten in ungedüngten Beeten bzw. auf mageren Böden stattfinden.

Solltest du Geflügelmist verwenden, dann achte darauf, dass du nicht zu viel in den Boden gibst. Sonst verbrennen deine Pflanzen und gehen ein.

Los gehts

1.  Soweit vorhanden: Stelle dein Hochbett an den vorgesehenen Platz. Die meisten Pflanzen mögen es sonnig und windgeschützt.

Badewanne als Hochbeet

2.  Lege ganz unten etwas Reisig hinein. Hier habe ich von meinen Kaninchen abgenagte Äste genommen.

Äste im Hochbeet

3.  Dann lege dein Grün- bzw. Schnittgut und deine Beikräuter drauf. Also alles was eh auf den Kompost landen würde.

Pflanzenabfall im Hochbeet

4.  Jetzt kommt die Schafwolle auf das Grüngut.

Wenn du keins hast, dann frage einen Schäfer. Diese sind froh, wenn sich ein Abnehmer findet. Bei dieser Gelegenheit kannst du gleich nach “Horn” fragen (Hörner, Klauen) – sind alles super Langzeitdünger.

Schafwolle im Hochbeet

5.  Die wichtigste Zutat für Starkzehrer ist Mist von z.B. Kaninchen, Schafen, Schweine, Rinder und Pferden. Geflügel ist auch möglich, aber hiervon nicht zu viel.

Kaninchenmist im Hochbeet

6.  Zu guter Letzt verteilst du obendrauf humushaltige Erde. Das kann Kompost, lang verrottetes Totholz oder auch der zersetzte Boden vom Vorjahr sein.

Fertiggestelltes Hochbeet