Wir Menschen sind Allesfresser, was aber nicht bedeutet, dass alles gut für uns ist. Wer gesund und lange Leben möchte, sollte sich bewusst ernähren, viel trinken und gelegentlich auch mal fasten – das entgiftet den Körper. Alles nach Gefühl versteht sich. Kräuter, Gemüse, Obst und Getreide darf auf dem Speiseplan nicht fehlen (Grundnahrungsmittel). Das reicht völlig aus. Alles andere sollte man höchstens in Maßen zu sich nehmen oder sogar ganz verzichten. Das gilt insbesondere für industriell gefertigte Fertigprodukte, Zucker und tierische Produkte. Und wir alle sollten uns bewusst machen, dass für unser tagtäglich Essen fühlende Tiere und Pflanzen getötet werden. Jeder der gelegentlich ein fertig zubereitetes halbes Hähnchen für ein paar Euro kauft, sollte sich ernsthaft Fragen wie dieser Preis zustande kommt und wer diesen tatsächlich zahlt.

Die eigene Selbstversorgung bedeutet daher mehr als nur sich mit Lebensmitteln selbst zu versorgen. Wir Selbstversorger kennen keine Fertigprodukte, ernten das Gemüse und Obst frisch vom eigenen Garten und tierische Lebensmittel gibt es höchstens aus eigener artgerechter Haltung. Das hat alles mit Verantwortung für sich, den fühlenden Mitgeschöpfen und letztendlich unser einzigartigen Erde zu tun. Und abwechslungsreiche Bewegung gibt es auch noch kostenlos dazu. Das spart schon mal das Geld fürs Sportstudio und den Gang zum Arzt. Gesünder geht es einfach nicht. Hier sind wir Selbstversorger im Gegensatz zu vielen Angestellten, welche sich fremd versorgen und nur die einseitige Arbeitsbelastung kennen, klar im Vorteil. Und wer sich körperlich gesund ernährt, verschafft sich einen klaren Geist, was wiederum die universelle Seele erfüllt. Man ist mit sich und allem im Gleichgewicht.

Wildkräuter – Kräuter sammeln statt anbauen

Das was geht solltest du in der Natur sammeln, da Wildpflanzen den höchsten Nährstoffgehalt überhaupt haben. Erst danach kommt ein domestizierter Kräutergarten in Frage. Bestimmte Nährstoffe sind sogar nur noch in den ursprünglichen Wildpflanzen vorhanden. Insbesondere die gesundheitsfördernden Bitterstoffe sind hier zu erwähnen, wobei diese vereinzelt auch ein Warnhinweis auf die Giftigkeit sein kann. Entsprechende Pflanzenkenntnisse solltest du dir daher aneignen: Beispielsweise über Bestimmungsbücher, -Apps oder Kräuterführungen. Eine handvoll wild gesammelte Löwenzahnblätter können mehr Nähstoffe enthalten als ein ganzer Salatkopf aus der konventionellen Landwirtschaft. Und die Brennesel hat neben dem hohen Anteil an u.a. Eisen, Magnesium, Calcium, Kalium, Eiweiß mehr Vitamin C als eine Zitrone. Daher muss auch nicht so viel gesammelt und gegessen werden.

Insbesondere in der Anfangszeit solltest du dich langsam herantasten, da der Körper den hohen Nährstoffgehalt nicht gewohnt ist (Zellen sind ausgehungert). Dasselbe gilt für Heilpflanzen, die du aber nur in geringen Dosen zu bestimmten Situationen zu dir nehmen solltest. Zumal bei regelmäßiger Einnahme ohne konkretes Anliegen Resistenzen ähnlich wie beim Antibiotika entstehen können. Wildpflanzen die vom Aussterben gefährdet sind solltest du lieber selbst anbauen, damit der Bestand nicht zurück geht. Das funktioniert aber nicht immer. Es sollte auch möglichst nicht die ganze Pflanze geerntet werden, sondern nur die Blätter oder anderweitiges was gerade benötigt wird. Wir wollen ja nicht den eigenen Ast absägen auf dem wir sitzen.

Gesammelt wird immer an unbelasteten Stellen. Vielbefahrene Straßen, Hundeklos, landwirtschaftliche Wiesen (wo nichts blüht) und industriellen Anlagen sind daher tabu. Auch private und insbesondere befriedete Grundstücke dürfen nicht ohne weiteres betreten werden – das kann strafbar sein. Sobald du dann die Brennesel, Wegeriche, Distel, Wermut und viele mehr gesammelt hast, kannst du aus den gesammelten Kräutern wunderbare Dinge machen: Frisch oder getrocknet lassen sie sich als anregender Tee, Gewürz für das Essen, antibiotisches Heilmittel, Mottenschutz oder natürlicher Pflanzenschutz verwenden.

Gemüse – alle Jahre wieder

Das Gemüse solltest du als Hauptmahlzeit des Tages betrachten. Eine warme Mahlzeit nur mit Gemüse geht immer, ohne Gemüse eher nicht. Früher hatte man das Gemüse zu Tote gekocht, daraus entstand dann Mus, woraus sich später das Wort Gemüse entwickelte. Heute sollte man jedoch das Gemüse möglichst roh verzehren oder nur solange kochen bis es genießbar ist bzw. die für uns Menschen schädlichen Stoffe vernichtet sind. Dann bleiben dir auch die Vitamine und andere Nähstoffe erhalten.Wie zuvor die Kräuter kannst du auch Wildgemüse sammeln. Insbesondere Löwenzahn als Salatersatz oder Sauerampfer zum Mangold macht Sinn. Allerdings hält sich das Wildgemüse in der Natur in Grenzen, weshalb der Gemüseanbau unbedingt anzuraten ist.

Im Gemüsegarten oder in mobilen Kübeln kannst du ganz grob Blatt- (z.B. Salate, Spinat), Blüten- (z.B. Blumenkohl, Brokkoli), Frucht- (z.B. Tomaten, Paprika), Hülsen-, Samen- (z.B. Linsen, Erbsen), Spross- (z.B. Mangold, Rhabarber), Wurzel- (z.B. Karotte, Rote Beete) und Zwiebelgemüse (z.B. Knoblauch, Lauch) anbauen. Die meisten Pflanzen lieben es dabei sonnig und windgeschützt. Der benötigte Platzbedarf unterscheidet sich von der Anbaumethode und den zu versorgenden Haushalt. Oft reichen 50 Quadratmeter oder weniger pro Person, wobei die Erträge je nach Lage und Erfahrung sehr unterschiedlich hoch ausfallen können. Besonders bewährt haben sich an sonnigen Plätzen aufgestellte und mit Schaf- bzw. Kaninchenmist beigemischte Kübel.

Beim Gemüse handelt es sich größtenteils um einjährige Pflanzen, die zumeist noch im selben Jahr gegessen oder für die kalte Jahreszeit konserviert und eingemacht werden. Ähnlich wie bei den Tieren, musst du nach den Pflanzen täglich schauen und gegebenenfalls eingreifen: Säen, Setzen, Düngen, Pflanzenschutz sind einige Beispiele. Nur wachsen tun sie von ganz alleine. Auch das gießen solltest du wegen der geringen Wurzeltiefe nicht vergessen. Ein Tag im Hochsommer nicht gegossen, kann das von Ertragseinbussen bis zum Totalausfall der Ernte führen. Pflanzen können genauso wie wir Menschen Stress empfinden oder verdursten. Je mehr du dich um die Pflanzen kümmert, desto mehr Erträge kannst du erwarten. Dasselbe gilt, wenn du mit den Pflanzen sprichst.

Die Anbaumethoden sind dabei sehr unterschiedlich: Von der Monokultur zur Mischkultur bis hin von der Wechselkultur zur Permakultur, die zusammen mit den Insekten und Tieren ein Naturparadies und damit ein natürlicher Pflanzenschutz schafft. Wenn die Natur nicht nachkommt, dann kannst du saugende Blattläuse auch mit Wermutjauche oder Seifenlauge verjagen. Schutz vor fresssüchtigen Vögeln und schädlichen Insekten lässt sich mit undurchlässigen Netzen umsetzen. Es darf aber nicht vergessen werden, dass die sogenannten Schädlinge den Pflanzen oft auch nur helfen. Zumindest solange es nicht überhand nimmt. Wenn du beispielsweise deine Pflanzen nicht gießt, dann sorgen „Schädlinge“ durch den Blattfraß dafür, dass die Pflanze nicht zu viel Wasser verdunstet. Das kann alles beobachtet werden.

Damit die Pflanzen vital bleiben, solltest du die Erde gelegentlich auflockern und mit Mist, Kompost, Hornspäne, Asche und Brennesselbrühe düngen. Das gilt insbesondere für Starkzehrer (starker Stickstoffverbrauch) wie viele Nachtschatten-, Kürbis-, Fuchsschwanzgewächse und Kohlarten. Ohne Düngung mit den wichtigsten Nähstoffen werden die Pflanzen anfällig für Krankheiten und die Erträge lassen nach. Chemischer Pflanzenschutz und Kunstdünger sind tabu, dass würde den ganzen natürlichen Kreislauf zerstören. Das sieht man tagtäglich in der industriellen Landwirtschaft, wo es höchstens noch eine handvoll Pflanzenarten gibt und nichts mehr blüht. Deshalb brauchen wir hier auch nicht auf den rechtlichen Aspekt zum chemischen Pflanzenschutz und Kunstdünger eingehen.

Obst, wozu auch Nüsse gehören, sind mehr als nur ein Snack

Gleich nach dem Gemüse kommt das leckere Obst. Zwei bis drei verschiedene Obststücke sollten es täglich schon sein. Wer viel davon isst, versorgt sich nicht nur (je nach Obstart) mit Wasser oder gesunden Nussöl, sondern auch mit essentiellen Nährstoffen. Auch hier gilt: Was du nicht wild sammeln kannst, baust du selbst an. Obst kannst du entweder frisch vom Baum bzw. Strauch oder auch gedörrt, eingemacht, gepresst oder entsaftet zu dir nehmen. Aus Apfelresten kannst du dir hervorragenden Apfelessig für den Haushalt, die Körperpflege, das Einmachen und zum kochen herstellen.

Beim Obstanbau ist der Aufwand in den ersten Jahren etwa genauso hoch wie beim Gemüse. Die Obstbäume und -sträucher müssen erst einmal gepflanzt und es muss regelmäßig danach geschaut werden. Wesentliche Erträge darfst du in den ersten Jahren nicht erwarten. Sobald aber der Erziehungsschnitt abgeschlossen ist und die Wurzeln fest verwurzelt sind, lässt der Pflegeaufwand von Jahr zu Jahr erheblich nach. Dafür steigen die Erträge und der Verarbeitungsaufwand des Obstes.

Im Gegensatz zum Gemüse solltest du bei der Auswahl des Obstes mit bedacht heran gehen. Angefangen von der Obstart wie Beerenobst (z.B. Erdbeere, Sanddorn), Kernobst (z.B. Apfel, Birne), Steinobst (z.B. Kirsche, Pflaume) und Schalenobst (z.B. Walnuss, Haselnuss) bis hin zu den individuellen Lager- und Verarbeitungseigenschaften der Obstsorten. Immerhin können Bäume bzw. Sträucher einige Jahrzehnte oder mehr alt werden. Das wichtigste für die Selbstversorgung ist jedoch die Umsetzung eines geschlossenen und nachhaltigen Ökosystems, wovon du auch gut Leben kannst. Das wiederum setzt die Artenvielfalt voraus. Hierzu gehören alle Akteure wie du selbst, die Tiere, Insekten, Kleinstlebewesen und natürlich die Pflanzen.

Obstpflanzen sind im wesentlichen auf die Bestäubung über den Wind oder von Insekten angewiesen. Letzteres funktioniert nur mit einem gut funktionierenden Ökosystem oder mit zusätzlich aufgestellten Bienenvölkern. Die Pflanzen bestäuben ihre Blüten entweder selbst oder sind auf fremde artgleiche Pflanzen angewiesen. Ähnlich wie bei uns Menschen gibt es auch einige zweigeschlechtliche bzw. zweihäusige Pflanzen wie der Sanddorn oder einige Kiwiarten, die sich ohne den anderen Partner nicht bestäuben können. Und ohne Bestäubung gibt es kein Obst.

Damit sich die Pflanzen frei entwickeln können und entsprechend genügend Sonnenlicht und Luft vorhanden ist, musst du erst einmal ein geeignetes Grundstück finden und den Abstand zwischen den Pflanzen groß genug lassen. Wenn der Platz nicht ausreicht, dann kannst du auch auf kleinere Wuchsformen zurückgreifen. Statt Hochstämme oder Halbstämme kannst du auch veredelte Niederstämme bzw. Buschbäume, Spindelbüsche oder Spaliere auf schwach bis mittelstarken wachsenden Unterlagen (Wurzelballen) pflanzen. Damit lässt sich aber nicht nur der Platz einsparen, sondern auch die Erträge erhöhen und du kommt wegen der geringeren Wuchshöhe besser an die Früchte heran. Allerdings ist der Pflegeaufwand von veredelten Niederstämmen in mancher Hinsicht etwas höher als bei den platzraubenden Hochstämmen: Diese benötigen einen lebenslangen Schnitt, sind anfälliger bei Krankheiten, werden nicht so alt, müssen wegen des geringeren Wurzelballens öfters gegossen werden und benötigen manchmal eine spezielle Stütztechnik.

Getreide mit Anspruch

Zu Urzeiten sammelte man noch die vielseitigen Samen von Gräsern bzw. das Wildgetreide und verarbeitete sie dann weiter. Mit der Sesshaftigkeit und dem Ackerbau blieben bis heute nur noch einige kultivierte Vertreter aus der Süßgräßerfamilie übrig. Insbesondere Weizen, Gerste, Hafer, Hirse, Roggen, Mais und Reis sind hier zu nennen (Buchweizen gehört nicht dazu), wobei zunehmend auch alte Getreidesorten wie Einkorn, Nacktgerste und Waldstaudenroggen wieder gefragt sind. Der Anbau ist jedoch regional begrenzt und die Eigenschaften sind sehr unterschiedlich (z.B. nicht jedes Mehl lässt sich zu Brot weiter verarbeiten).

Durch gezielte Zucht wurde der Ernteertrag erhöht und die anschließende Verarbeitung der Getreidekörner vereinfacht. Zu Mehl verarbeitet kannst du daraus leckeres Brot wie zu Großmutters Zeiten backen, oder aber das ganze Korn eingeweicht als Müsli essen. Trotz Hungerleid auf der Erde wird zunehmend das Getreide auch als Biokraftstoff und zur Verbrennung genutzt. Getreideanbau stellt für einige Selbstversorger eine Herausforderung dar, da kein passendes Grundstück vorhanden ist oder der Aufwand für die Verarbeitung zu hoch erachtet wird. Es wird dabei aber vergessen, dass man mit dem Gemüse- und Obstanbau auch irgendwann mal klein begonnen hat und wir Selbstversorger nicht so großflächig anbauen brauchen wie die Landwirte. Möchte man die körperliche Arbeit reduzieren, so können immer noch traditionelle Maschinen angeschafft oder anderweitige Unterstützung hinzogen werden.

Du solltest immer darauf achten, dass die Getreidekörner so wenig wie möglich verarbeitet sind. Dann bleiben auch die wertvollen Ballaststoffe, Eisen, Eiweiß, ungesättigte Fettsäuren, Folsäure, Kalium, Kalzium, Kohlenhydrate, Magnesium, B-Vitamine und Vitamin E im Getreide erhalten. Das entfernen der Schale, Aleuronschicht und des Keimlings (Kleie) vom Mehlkörper mag zwar die anschließende Verarbeitung und Lagereigenschaft erhöhen, aber elementare Vitamine, Mineralstoffe, Eiweiß und Lipide gehen dabei auch verloren. Aufgrund des chemischen Einsatzes der konventionellen Landwirtschaft ist jedoch der Eigenanbau dringend anzuraten. Das trifft insbesondere auf die Kleie zu, die zu den äußeren Schichten der Getreidekörner gehören. Wenn du aber doch lieber tauschen möchtest, dann kannst du beispielsweise mehr Bienenvölker anschaffen und den Überschuss an Honig, Propolis und Wachs mit biologischen Getreide eintauschen. Oder du sammelst wieder Grassamen bzw. Wildgetreide wie zu Urzeiten. Hier musst du aber erst einmal geeignete Wiesen finden und dir ein entsprechendes Wissen aneignen. Wie bei wild gesammelten Pilzen sind nicht alle Samen und Getreide genießbar und manche sind auch hoch giftig (z.B. Mutterkorn).

Tierisches

Fleisch, Eier, Honig, Milch und vieles mehr

Mit einem Frühstücksei oder Spiegelei nimmst du, neben dem Cholesterin, wertvolle Eiweiße, Fette, Vitamine und Mineralstoffe zu dir auf. In vielen verarbeiteten Lebensmitteln wie Nudelgerichten sind Eier enthalten. Honig als Zuckerersatz oder Brotaufstrich hingegen enthält viele Antioxidantien und mehrere hunderte Vitalstoffe, darunter Aminosäuren, Enzyme, Kohlenhydrate, Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine. Der Energiegehalt bei Honig ist wegen des Frucht- und Traubenzuckers sehr hoch. Und die von der industriellen Lobby hochgepriesene Milch lässt sich nicht nur gut trinken, sondern auch zu Käse, Butter und Buttermilch weiter verarbeiten. Milch besteht aus Eiweiß (Kasein und Molkenprotein), Milchfett, Milchzucker (Lactose), Mineralstoffe wie Kalzium, Spurenelemente, Vitamine und Wasser. Das sind alles nur Beispiele. So unterschiedlich die ganzen Naturprodukte auch sein mögen, alle stammen von Nutztieren ab. Wobei die Qualität der Eier, des Honigs und der Milch, und bis zu einem bestimmten Grad auch der Nährstoffgehalt, deutlich von Tierart, Haltungsbedingung, Haltungsform und Futterangebot abhängt (Käfig oder Freiland, Wiese statt Fertigfutter usw.).

Bei der ganzen Sache sollten wir uns bewusst machen, dass in befruchteten Eiern sich Embryos entwickeln können, Honig eigentlich der Wintervorrat von Bienen und Milch die Nahrung für das Neugeborene ist. Damit dürfte geklärt sein, warum diese Lebensmittel so hochkonzentrierte Nährstoffe beinhalten. Ohne diese Energiebomben könnten die Bienen den Winter nicht überleben und sich das Embryo oder Neugeborene nicht zu gesunden erwachsenen Tieren entwickeln. Wenn nun wir Menschen den Tieren den Honig oder die Milch wegnehmen, dann fehlt dem Bienenvolk bzw. Neugeborenen die überlebenswichtige Nahrung. Soweit wir diesen Tieren mehr nehmen als diese selbst benötigen, müssen wir unseren Liebsten mit geeigneten Ersatzfutter dazu füttern. Sonst verhungern diese oder leiden an Nährstoffmangel (früher tötete man noch die Honigbienen für den Honig).

Bei einem befruchteten Ei dürfte klar sein, dass wir das Embryo bzw. befruchtete Ei mitessen. Wer das nicht möchte sollte (nicht ganz artgerecht) nur Hennen ohne Hahn halten, so dass überhaupt keine Befruchtung stattfinden kann. Man muss allerdings anmerken, dass die Entwicklung von Embryos im Ei nur dann erfolgt, wenn diese auch vom Geflügel (oder wir in einer Brutmaschine) bebrütet werden – Wärme ist das Stichwort. Spätestens mit dem einsammeln der Eier ist damit aber Schluss. Da der Nährstoffgehalt der Eier, des Honigs und der Milch eigentlich optimal für die Entwicklung bzw. Wachstum der jeweiligen Tierart und nicht für ausgewachsene Menschen zusammengesetzt ist, muss jedem logisch erscheinen, warum diese Nährstoffbomben mit zunehmender Menge schädlich für uns Menschen sein können

Mehr zur Tierhaltung findest du hier.

Fleisch nur in Maßen und nicht in Massen

Fleisch besteht u.a. aus Aminosäuren, Cholesterin, Fett, Eiweiß (z.B. Albumin), Kohlenhydrate, Mineralstoffe/Spurenelemente (Eisen, Mangan, Phosphor, Selen, Zink), Vitaminen (B-Vitamine, D, E, K, Thiamin, Riboflavin) und Wasser. Wobei sich der Nährstoffgehalt und die Qualität des Fleisches auch hier deutlich zwischen Tierart, Haltungsbedingungen, Haltungsform und Fütterung unterscheiden kann. Das Fleisch von beispielsweise ganzjährig im Freien gehaltenen Nutztieren und insbesondere freilebenden Wildtieren ist nämlich viel hochwertiger als die in engen Ställen gehaltenen Tiere. Die große Bewegungsfreiheit führt zur besseren Durchblutung und Nähstoffversorgung, was sich wieder im fettarmen Fleisch und gut mit Nährstoffen versorgten Zellen niederschlägt. Und das Nahrungsangebot auf der Wiese und im Wald ist viel abwechslungsreicher und hochwertiger. Im besten Fall kein Fertigfutter und Antibiotika, dafür hochkonzentrierte Nährstoffe von Wildpflanzen und aus dem Erdreich.

Um an das Fleisch zu gelangen, müssen wir (oder andere) das zu schlachtende Tiere töten. Wer das nicht möchte, muss auf das Fleisch komplett verzichten und zum Vegetarier oder so was werden (auch gekauftes Fleisch stammt von getöteten Tieren). Da fühlende Tierleben für unser „Wohl“ geopfert werden, sollten wir nicht mehr Fleisch essen, wie unbedingt nötig, Also nur soviel bis der Nährstoffbedarf gedeckt ist – das fühlt man. Mehr nicht. Täglicher Fleischverzehr, Wettessen und Billigfleisch ist einfach nur respektlos gegenüber den getöteten Tieren.

Viele Nährstoffe lassen sich auch mit Pflanzen abdecken (z.B. Eisen mit Brennesel), wobei sich nach der allgemeinen Lehrmeinung ohne Nahrungsergänzungsmittel damit nicht alle Nährstoffe vollständig abdecken lassen. Ich kann das so nicht bestätigen: Spätestens seit ich Wildkräuter sammle und mein Gemüse, Obst und neuerdings auch Getreide selbst anbaue, habe ich kaum noch ein Bedürfnis nach Fleisch – genauer gesagt nach den Nährstoffen des Fleisches. Die Bodenbearbeitung und den vollständigen Verzicht auf Kunstdünger dürfte dabei sicherlich eine Rolle spielen. Mein Nährstoffbedarf scheint gedeckt, zumal ich körperlich und insbesondere geistig immer Fiter werde. Bei gekauften Gemüse aus Monokulturen und Fleisch aus Massentierhaltung vor meiner Ernährungsumstellung war das nie der Fall. Ich gehe deshalb fest davon aus, dass sich die meisten Nährstoffe über den eigenen Anbau von Kräuter, Gemüse, Obst und Getreide abdecken lässt. Tiere halten nur wegen des Fleisches brauchst du also nicht. Insbesondere mit altbewährten Pflanzensorten habe ich gute Erfahrungen gemacht. Noch mehr trifft das auf Wildpflanzen zu, die naturgemäß einen höheren Nährstoffgehalt aufweisen und somit so richtige Energiebomben sind.

Fisch der Gesunde unter dem Fleisch

Ob Fisch zum Fleisch gehört, darüber streiten sich die Geister. Sicher ist nur, dass auch Fisch fühlende Lebewesen sind und viele der Nährstoffe besitzen, wie das Fleisch von Landtieren. Allerdings mit verschiedenen Schwerpunkten. Wo beim Fleisch eher das Eisen (Blut) und die B-Vitamine anzutreffen sind, sind es beim Fisch eher das Iod, Vitamin D und die Omega-3-Fettsäuren. Wobei sich auch hier wieder der jeweilige Nährstoffgehalt von der Tierart und dessen Lebensart unterscheiden kann. Insbesondere Salzwasserfische wie Thunfisch, Rotbarsch, Kabeljau und Matjes sind anders zu bewerten als Süßwasserfische wie Forelle, Hecht, Karpfen und Zander aus Binnengewässern. Bestimmte Fische gibt es nur als Wildfang und andere wiederum aus Aquakultur oder beides. Umwelteinflüsse auf der einen Seite und künstliche Fütterung auf der anderen. Wenn du Angler von Süßwasserfischen bist, dann wirst du vermutlich nicht alle essentiellen Nährstoffe abdecken können. Fette Seefische (Salzwasser) gelten als die viel besseren Nährstofflieferanten als Fische aus der Binnenfischerei. Wobei sich viele Nähstoffe aus meiner Erfahrung auch über den eigenen Garten oder Wildkräuter abdecken lassen. Hier musst du dich im konkreten Einzelfall schlau machen.