Das Gemüse solltest du so frisch wie möglich zu dir nehmen. Manchmal kann es aber vorkommen, dass einfach der Platz im Garten nicht mehr ausreicht oder der Winter naht und das Gemüse geerntet werden muss. Hier bleibt nur noch die direkte Lagerung oder die Verarbeitung des Gemüses. Im Folgenden zeige ich dir, wie du auf einfachste Weise dein Wurzelgemüse am Beispiel der Roten Bete haltbar machst. Hierzu benötigst du neben deinem Wurzelgemüse lediglich noch etwas selbstgemachten Apfelessig. Das ist aber nur eine Möglichkeit der Haltbarmachung. Beim Kohlgemüse empfehle ich dir hingegen das Fermentieren, so wie das beim Sauerkraut gemacht wird.

Wozu das ganze

  • Wurzelgemüse aus dem Garten haltbar machen (z.B. Rote Bete, Karotten)
  • Viele Nährstoffe bleiben erhalten (nicht erhitzt)
  • Schmeckt einfach

Was ich brauche

  • Wurzelgemüse aus dem Garten (bei Kohlgemüse ist es besser wie beim Sauerkraut vorzugehen)
  • Apfelessig (diesen kannst du ganz einfach selbst herstellen)
  • Steintopf (bei viel Gemüse) oder Einmachgläser (wenn du nicht soviel hast)
  • Optional: Gewichte wie ein Stein mit Brett oder Unterteller, die das Gemüse im Behältnis nach unten drücken (nur bei “schwimmenden” Gemüse notwendig)
  • Messer

Los gehts

1.  Ernte das Wurzelgemüse, dass du haltbar machen möchtest.

2.  Entferne mit dem Messer die Blätter und die ganz feinen Wurzelauswüchse deines Wurzelgemüses. Wasche diese anschließend mit Wasser ab, so das keine Gartenerde mehr am Gemüse dranhängt. Schale sollte dran bleiben.

3.  Nehme das Gemüse und lege diese in den Steintopf.

4.  Übergieße das Gemüse im Steinkrug mit Apfelessig. Und zwar so, dass das Gemüse vollständig mit Apfelessig überdeckt ist.

Damit das Gemüse nicht an der Oberfläche schwimmt, kann es notwendig sein, beispielsweise ein Teller und darauf ein Gewicht auf das Gemüse zu legen.

5.  Anschließend nur noch den Deckel drauf. Beim Steinkrug füllt man vorher noch Wasser in die Rinne (siehe Foto) und bei Einmachgläser (ohne Fotos) nimmt man Einkochringe. Dann ist alles dicht und evtl. entstehender Innendruck kann nach außen entweichen.

6.  Jetzt kannst du bei Bedarf immer etwas aus dem Steinkrug nehmen. Den Apfelessig kannst du später natürlich auch verwenden.

Bis wann verbrauchen

Nach meiner Erfahrung innerhalb einiger Wochen (feste Konsistenz) bis mindestens ein paar Monate (manchmal matschig). Hängt stark vom Gemüse und anderen Faktoren ab – je wärmer die Lagerung, desto schneller.

Der Apfelessig macht unser Gemüse nicht nur haltbar, sondern löst auch das Gewebe mit der Zeit auf – bei Karotten deutlich schneller als bei Roter Bete/Rübe. Schütteln wir das Gefäß oder versuchen das Gemüse herauszunehmen, dann kann es vorkommen, dass das Gemüse in sich verfällt. Die “Brühe” ist aber für den Gemüseeintopf noch vollkommen genießbar. Wenn du das nicht möchtest, dann solltest du dein Gemüse rechtzeitig verbrauchen.

Wissen solltest du noch, dass das Gemüse durch den Apfelessig stark “sauer” schmeckt. Ähnlich wie man es vom Sauerbraten her kennt.