FAQ – Fragen und Antworten

Hier findest du die häufigsten Fragen, die von angehenden Selbstversorgern gestellt werden.

Ich bin mir nicht sicher, ob ich diesen Schritt wagen soll?

Wenn du dir nicht sicher bist, ob du wirklich Selbstversorger werden möchtest, dann gehe doch den Weg des Teilzeitausstiegs. Hier hast du am wenigsten zu verlieren und du kannst jederzeit wieder aussteigen. Dieser Weg dauert zwar länger, dafür ist dieser auch sicherer.

Du solltest den Berufsausstieg in die Selbstversorgung gehen, wenn du wirklich bereit bist dein altes Leben loszulassen, innerlich für die Sache brennst und eine visuelle Vorstellung von deiner zukünftigen Selbstversorgung hast. Deine Vision dient dabei als Kompass. Da die Selbstverantwortung ganz entscheidend ist, sind Abhängigkeiten zu anderen möglichst zu vermeiden (also z.B. keine Sozialhilfe oder Vollzeitarbeit). Auch ein Lebensstil über den Verhältnissen ist tabu (Schulden). Den Minimalismus sehe ich als eine wichtige Voraussetzung an – also nichts für egogetriebene Materialisten.

Du solltest diesen Weg nicht gehen, wenn dich nur dein Chef nervt und du lediglich deinen Job loswerden möchtest. Das geht niemals gut. Auch (viel) Geld verdienen oder Karriere machen lässt es sich nicht mit einer reinen Selbstversorgung. Als Selbstversorger hast du selbst die Verantwortung und nicht der Sozialstaat und kein Arbeitgeber.

 

 

Kann ich als Selbstversorger komplett ohne Geld leben?

Erst einmal Nein. Du benötigst nämlich noch Geld für alle systemrelevanten Abgaben, die irgendwie mit deinen Grundstücken und deinem gemeldeten Wohnsitz zusammenhängen. Das trifft insbesondere auf die Grundsteuer, Beiträge zur land- und forstwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft, Tierseuchenkasse, Pflichtversicherungen (Kranken- mit Pflegeversicherung, manchmal auch Alterskasse) und Rundfunkbeiträge zu. Bei erschlossenen Gebieten kommen vielleicht noch Gebühren oder Beiträge für Wasser, Abwasser, Wege und indirekt auch Strom hinzu. Wer unbedingt ein motorisiertes Fahrzeug benötigt, kann die Steuer, Versicherung und den Kraftstoff auch nur mit Geld bezahlen. Nicht zu vergessen sind die “freiwilligen” Ausgaben, die eng mit dem eigenen Risikoverhalten und Lebensstandard zusammenhängen. Beispielsweise Versicherungen für sich und die Grundstücke mit den Gebäuden.

Wenn du jedoch ohne oder nur mit wenig Geld leben möchtest, dann bleibt dir eigentlich nur noch das Auswandern in selbstversorgerfreundliche Agrarstaaten (anderer Rechtskreis). Diese politischen Systeme sind speziell auf solche Lebensstile hin aufgebaut. Industriestaaten wie die deutschsprachigen Länder sind hingegen auf Geld gebaut und daher für uns Selbstversorger wirklich nicht optimal.  Es gibt aber noch andere Wege, um weitgehend ohne Geld zu leben, ohne gleich auswandern zu müssen. Das ist aber mit sehr großen Unsicherheiten und Risiken behaftet (z.B. wenn die Grundstücke über Dritte laufen).

 

Wie komme ich als Selbstversorger zu Geld?

Es gibt die unterschiedlichsten Wege, um an Geld zu kommen. Angefangen vom Angestelltenjob in Teilzeit (günstige Krankenversicherung als Midijobber), über die Selbständigkeit oder das Unternehmertum, bis hin zum zeitlich befristeten Erntehelfer oder zur eigenen Erwerbslandwirtschaft (z.B. Eier, Honig ab Hof verkaufen). Passe aber bei all dem Geld verdienen auf, dass du nicht wieder in die Geldfalle tappst und deine Selbstversorgung womöglich nur noch eine untergeordnete Rolle spielt.

Wer kann mich zur Selbstversorgung persönlich beraten?

Ich empfehle dir einen Selbstversorger oder Kleinbauern in deiner Nähe aufzusuchen. Interessensgemeinschaften können zu einzelnen Themen oft auch schon weiterhelfen – zum Beispiel Imker- und Kleintierzuchtvereine. Diese kennen sich mit den regionalen Anforderungen am besten aus. Achte bei anderen Selbstversorgern darauf, dass der- oder diejenige bereits das erreicht hat, wohin du möchtest. Vielleicht übernimmt dieser ja eine Patenschaft für dich. Du hast also vor Ort immer jemanden, denn du alles mögliche Fragen kannst. Darüber hinaus können sich natürlich auch langfristige Kooperationen ergeben.

Bitte beachte, dass dich ein reiner Selbstversorger nicht in allen Themen beraten darf. Es gibt reglementierte Berufe (z.B. Rechtsanwalt, Arzt), die leider nur diesen Berufsgruppen vorbehalten sind …

Gibt es Führungen, Veranstaltungen oder kann ich dich besuchen?

Als Selbstversorger lebe ich von meinen Grundstücken. Das ist sowohl mein “Arbeitsplatz” als auch mein “Supermarkt”. Hier findet fast alles statt. Diese Grundstücke haben aber auch noch andere Funktionen: Hier kann sich mein Körper so richtig erholen, der Geist für meine Visionen kreativ sein und meine Seele sich der Natur und dem Universum widmen. Dieser Ort ist für mich sehr spirituell. Damit das so bleibt, möchte ich keine Führungen oder Veranstaltungen vor Ort anbieten (vielleicht später mal in einem anderen Kontext). Dasselbe gilt für Besuche, wobei es hier aber immer auf den Einzelfall ankommt. Sollten wir uns mal persönlich kennenlernen oder bereits kennen, dann kannst du mich gerne danach Fragen.