Viele Menschen glauben arbeiten gehen zu müssen, um sich etwas leisten zu können. Das man viele Dinge auch ohne große oder jegliche Anstrengung umsonst bekommt, darauf kommen die wenigsten. Angefangen mit Mutter Natur, die uns schon immer mit allem Lebensnotwendigen bedingungslos beschenkt (Naturalien), bis hin zur derzeitigen Wegwerfgesellschaft, die mit knappen Ressourcen einfach nicht umgehen kann.

Und wenn du mal etwas übrig hast (z.B. Zeit), dann vergesse nicht, dass auch du andere beschenkst. Denn wer schenkt wird wiederum beschenkt. Alles andere wäre Geiz (Karma schlägt immer zurück).

Nun zeige ich dir aber die 13 Dinge die du auch kostenlos oder zumindest günstig bekommen kannst.

1. Gehe hinaus in die Natur und sammle Wildpflanzen die dich ernähren

Gemeint ist hier alles, was du im Wald und auf der Wiese so an pflanzlichen, unverarbeiteten, nicht-kultivierten und nicht-geschützten Naturalien sammeln kannst (Wildgemüse, -obst, -kräuter): Also zum Beispiel Blüten, Samen, Blätter, Beeren, Pilze, Kräuter und Wurzel. Dieses isst du entweder ganz frisch oder verarbeitest es dann weiter. Entsprechende Pflanzenkenntnisse solltest du aber haben, damit du auch nichts verwechselst. Einen guten Anfang könnten dir meine Pflanzenlisten mit einigen Tipps geben.

Beim Sammeln auf fremden Grundstücken solltest du allerdings aufpassen, dass alles noch im zulässigen Rahmen ist oder es Absprachen mit den Besitzern, Landwirten, Förstern oder Jägern gibt. Meistens ist es aber so, dass es auf forst- und landschaftlichen Flächen ganz oder zeitweise ein allgemeines Betretungsrecht zum “Zwecke der Erholung” und “auf eigene Gefahr” gibt (u.a. § 59 BNatSchG, § 14 BWaldG) und bestimmte Naturalien für den Eigenbedarf gesammelt werden dürfen (u.a. § 39 Abs. 3 BNatSchG – sogenannte Handstraußregel).

Eingefriedete Grundstücke, bestellte Felder, Sonderkulturen, Obstwiesen, Schutzgebiete sind hingegen immer Tabu. Weiterhin gibt es meistens noch Einschränkungen durch die Bundesländer. Hier solltest du unbedingt noch einmal in die Wald- und Naturschutzgesetze deines Bundeslandes reinschauen.

2. Baue dir dein Gemüse, Obst, Getreide, Holz und deine Kräuter selbst an

Du kannst dir dein Gemüse, Obst, Getreide, Kräuter, Holz und andere Naturalien auch selbst anbauen. Vorausgesetzt du hast eine ausreichend große Fläche, wo du das ganze anbauen kannst. Im Grunde müssen nur ein paar veredelte Obstbäume und ein Gemüsegarten drauf passen (letzteres etwa 50 m² je Mensch). Kräuter kann man dazwischen pflanzen. Nur das Holz, Getreide und nicht-veredelte Obstbäume brauchen viel mehr Platz. Das war es eigentlich schon. Auch wer nur ein Balkon hat dürfte bei geplanter Abfolge und richtiger Sortenwahl den Gemüse- und Kräuterhaushalt weitgehend decken dürfen.

Die Setzlinge oder Samen für das Gemüse, Kräuter, Bäume und Sträucher wirst du anfangs noch kaufen oder tauschen müssen. Danach aber kannst du dein Saatgut und deine Ableger selbst züchten, die dann nichts mehr kosten. Diese wiederum kannst du dann für dich oder als Tauschmittel gegenüber anderen Selbstversorgern und Gärtnern verwenden. So ist auch die genetische Vielfalt (ohne Kosten) gesichert. Ich möchte allerdings erwähnen, dass es zwar unter Selbstversorgern üblich ist selbst gezüchtete und nicht-zugelassenes Saatgut zu tauschen, verkaufen oder verschenken, leider es aber auch nicht zulässig ist das zu tun (einer der Gründe warum ein Großteil der alten Sorten ausgestorben ist).

Diese Artikel Rund ums Stückle helfen dir beim selber anbauen.

3. Apfelessig kannst du für alles nehmen – auch zum duschen

Selbstgemachter Apfelessig kannst du für alles Mögliche nehmen. Angefangen von der Körperpflege (ich nehme es zum duschen), über Allzweckreiniger im Haushalt bis hin als Nahrungsmittel oder Probiotika. Sogar Gemüse lässt sich in Apfelessig hervorragend einlegen und somit haltbar machen. Viele teure, künstliche und chemisch versetzte Produkte aus dem Supermarkt lassen sich mit selbstgemachten Apfelessig ersetzen.

Apfelessig kannst du das ganze Jahr über selbst herstellen. Kostet keinen Cent. Du brauchst lediglich ein paar Apfelreste, Wasser und etwas Vorlaufzeit für die Reifung. Wie das genau geht zeige ich dir hier.

Bitte kaufe keinen günstigen “Essig” aus dem Supermarkt. Es gibt tatsächlich Menschen, die selbstgemachten Apfelessig mit dem aus dem Supermarkt gleichsetzten. Letztere sind meistens unnatürlich, unausgereift und für Vieles überhaupt nicht geeignet. Selbst hergestellter Apfelessig hingegen besitzt einen hautneutralen pH-Wert, enthält (für die Reifung) nützliche Bakterien und hat keine Zusatzstoffe.

4. Klamotten bekommst du nachgeschmissen

Du glaubst nicht was ich aus dem Bekanntenkreis alles an Kleidung geschenkt bekomme, nur weil sie nicht mehr modern sind oder nicht mehr passen. Hosen, Jacken, T-Shirts, Hemden, Mützen, Unterwäsche und und und. Vieles noch ungetragen oder voll tragfähig. Diese sortiere ich dann nach verschiedenen Kriterien aus. Klamotten die ich behalte und nicht passen nähe ich mir zurecht. Und den Rest verschenke ich selbst weiter. Entsorgt wird – mit wenigen Ausnahmen – nichts.

Industriell hergestellte Schuhe lassen sich leider nicht so einfach zusammennähen. Hier solltest du nur Schuhe in deiner Größe annehmen oder übergroße Schuhe durch beispielsweise Socken oder Zeitungspapier ausgleichen. Weiterhin ist nicht jeder Schuh für jede Tätigkeit geeignet. Deshalb stehen dir kostenlose Schuhe leider weniger zur Verfügung. Wenn möglich, dann solltest du bei abgelaufenen Sohlen eh nur die Sohlen austauschen statt den ganzen Schuh wegzuwerfen. Das kannst du entweder selbst machen oder für wenig Geld einem Schumacher überlassen.

Alternativ kannst du aber auch selbst geschnitzte Holzschuhe mit oder ohne Lederriemen und Sohlen verwenden. Laut einem alten Schumacher halten die Holznägel für die Besohlung sogar besser und länger als die industriell Geklebten.

Schnürsenkel sind teuer und reisen allzu oft. Zumindest war das bei meinen gekauften immer so. Das einfachste ist es, “normale” Schnüre als Schnürsenkel zu verwenden, die bei dir eh so herumliegen. Gute Erfahrungen habe ich mit Paketschnüren und Kunststoffschnüren von Heu- und Strohballen gemacht. Letzteres sieht zwar Scheiße aus und fusseln auch schon mal, dafür aber bekommt man diese von jedem Landwirt geschenkt.

Bienenwachs vom Imker oder wenn du selber Bienen hast, kannst du hervorragend als Schuhcreme verwenden. Bei warmen Temperaturen lässt sich das Wachs sehr gut auftragen und in das Schuhleder einziehen, wodurch es dann sehr geschmeidig wird und vor Nässe geschützt ist.

Bei Sicherheitskleidung (z.B. Schnittschutzhose, -schuhe, Helm) solltest du hingegen bereit sein Geld auszugeben. Hier ist das Risiko einfach zu groß, dass diese Kleidung nicht mehr als Schutzausrüstung geeignet ist.

Wie du an Klamotten kommst, kannst du hier nachlesen.

5. Möbel und andere Haushaltseinrichtung hat kaum Marktwert

Mit der Haushaltseinrichtung verhält es sich ähnlich wie mit Klamotten. Gemeint sind hier Gegenstände und Utensilien wie Möbel, Geschirr, Vorratsbehälter, Pfannen, Töpfe, Kleiderbügel, Dekoration und Teppiche.

Am Beispiel von Möbeln kannst du dir auch eine gebrauchte Küche schenken lassen. Viele bauen sich eine moderne Küche für ein paar tausend Euros ein, wo die alte dann entsorgt werden soll. Hier solltest du die Gelegenheit nutzen und zuschnappen. Du kannst auch ein Tauschgeschäft anbieten: Alte Küche gegen Mithilfe beim Küchenaus- und -einbau. Viele haben keine Zeit und sparen dadurch vielleicht einen teuren Kücheninstallateur. So hat jeder etwas davon.

6. Klopapier braucht kein Mensch

Hast du dich schon einmal gefragt, wie die Menschen auf anderen Erdteilen ihren Allerwertesten nach dem großen Geschäft reinigen oder wie es früher war?

Eine Möglichkeit ist es den Schmutz mit Wasser zu reinigen. Wasserschlauch oder eine mit Wasser gefüllte Flasche reicht völlig aus, es gibt aber auch spezielle Einrichtungen für das Bad (z.B. Bidet Brause). Das Ergebnis ist viel sauberer als nur mit Klopapier – so als wenn man sich frisch geduscht hat. Anschließend wird das Hinterteil nur noch mit einem Stück Stoff abgetrocknet (kann man aus alten Klamotten zurechtschneiden). Fertig. Die Stoffstücke kann man dann ganz normal in der Waschmaschine waschen und wieder verwenden.

Die abgespeckte Version davon ist es, den ganz groben Schmutz mit weniger Klopapier oder zusätzlichen Stoffresten vor dem eigentlichen Wassereinsatz abzuputzen. Auch diese Stoffreste kann man dann nach dem Waschen wieder verwenden.

Es gibt noch viele weitere Möglichkeiten, wie beispielsweise saubere Blätter von Bäumen und Sträuchern oder Zeitungspapier (alles nicht geeignet für den Wasserabfluss; Papier würde ich wegen den Chemikalien nicht verwenden). Das gab es alles schon.

7. Auch Papiertaschentücher braucht niemand

Nicht nur den Allerwertesten abwischen ist stark kulturell geprägt, sondern auch das Schnäuzen der Nase. Früher wurde in Europa noch auf die Finger geschnäuzt und diese anschließend an den Klamotten abgeschmiert. Irgendwann dann kamen die Taschentücher aus Stoff, die auch zum Schweiß abwischen genutzt wurden. Und zu guter Letzt kamen zusammen mit der Industrialisierung die alt bekannten Taschentücher aus Papier.

Die größten Nachteile dieser Papiertaschentücher sind die chemischen Bestandteile, energieaufwendigen Arbeitsprozesse, für den Rohstoff Holz erforderlichen Raubzüge in der Natur und natürlich die Abfälle nach jedem einmaligen Gebrauch. Dafür spricht die Hygiene, wobei eine übertriebene “Sauberkeit” auch Krank machen kann (Zivilisationskrankheiten).

Ich tendiere zu den Stofftaschentüchern. Diese kannst du aus alten Stoffresten selbst zusammenschneiden und nach einmaligen oder mehrmaligen Gebrauch, zusammen mit der anderen Wäsche, waschen. Auch zum Schweiß abwischen während der Gartenarbeit sind diese hervorragend geeignet. Manche Menschen ekeln sich davor, vergessen aber das gebrauchte Papiertaschentücher oft auch in der Hosentasche aufbewahrt werden und Taschentücher an sich immer nur von einem Menschen benutzt wird.

8. Verwende wiederverwendbare Taschen und Behältnisse

Fast alles was wir irgendwie haltbar machen oder transportieren möchten, müssen wir verpacken. Früher war das ausschließlich mit Naturalien möglich: Holzfässer, Stofftaschen, Tonkrüge, Kisten und Gläser. Entsprechende Berufe entstanden. Diese waren kostbar und man verwendete sie daher schonend so lange wie möglich.

Heutzutage wird das meiste bereits fertig verpackt im Supermarkt angeboten. Die Konsequenz sind massenhafte Abfälle, ungesunde Verpackungsmaterialien und eine Belastung unserer Umwelt. Inzwischen gibt es aber auch einzelne Fachgeschäfte und Wochenmärkte die Lebensmittel wieder in eigens mitgebrachte Behältnisse einpacken und nur noch wiederverwendbare Stofftaschen ausgeben (bis zum Wirtschaftswunder war das normal).

Überlege dir wie und woher du deine ganzen Dinge beziehst und entscheide dann welche wiederverwertbaren Behältnisse dafür geeignet sind. Du zahlst nur einmal was dafür und kannst diese – soweit nichts kaputt geht – dann dein Leben lang verwenden. Vieles wie Einmachgläser, wiederverschließbare Gläser und Stofftaschen bekommst du auch geschenkt. Ein Selbstversorger hat andere Anforderungen als jemand, wo noch auf den wöchentlichen Einkauf angewiesen ist. Letzteres ist mit manchen Produkten und in bestimmten Läden nicht möglich.

9. Ältere Fahrräder ohne Schnickschnack

Bei der nächsten Schrottsammlung kannst du schauen, was da so an Fahrrädern an der Straßenseite steht und entsorgt werden soll. Das ist nicht mal so selten. Wenn du eins gefunden hast, dass dir gefällt, dann frage den Besitzer, ob du es haben kannst (nicht einfach nehmen, dass ist strafbar). Aus mehreren kaputten Fahrrädern kannst du auch ein funktionstüchtiges Fahrrad zusammenbasteln.

Oder halte die Augen auf. Wenn du den Eindruck hast, dass jemand sein Fahrrad nicht nutzt und eh nur herumsteht, dann lohnt sich das Fragen auf jeden Fall. Vielleicht bietet sich ja ein Tauschgeschäft an.

10. Smartphones und viele andere Elektroartikel sind kurzlebig und daher irgendwann kostenlos

Der Elektromarkt ist riesig und schnelllebig: Bügelmaschinen, Waschmaschinen, Spülmaschinen, Kaffeemaschinen, Wasserkocher, Ladegeräte, Bildschirme und Computer. Das sind nur Beispiele. Viele kaufen sich spätestens alle paar Jahre ein neues Smartphone oder einen Kaffee-Vollautomat, obwohl es keine vernünftigen Gründe dafür gibt. An diesem egoistischen Verhalten können wir nichts ändern, wir können aber diese gebrauchten Elektrogeräte weiterverwenden, soweit wir so einen Schnickschnack überhaupt brauchen.

Hochpreisige Elektrogeräte aus erster Hand haben bei entsprechenden Zustand noch ihren stolzen Preis. Das ist nichts für uns. Aus zweiter und dritter Hand allerdings nicht mehr. Viele dieser Geräte werden hier bereits entsorgt, da man kaum noch Geld dafür bekommt. Leider bekommen wir von alldem kaum etwas mit. Deshalb müssen wir zumindest im Bekanntenkreis sehr wachsam sein, sobald ein solches Gerät entsorgt werden soll. Warten ist hier angesagt. Wenn es dann aber soweit ist, dann kannst du dir dein „neues“ Smartphone entweder bedingungslos schenken lassen oder aber auch ein Tauschgeschäft anbieten.

Manchmal reichen aber auch nur einzelne Teile eines Gerätes aus. Einen Computer beispielsweise kannst du auch selbst zusammenbauen oder zu höherer Leistung bringen. Zumindest was die Hardware angeht. Man muss sich nicht immer ein komplett fertiggestelltes Gerät zulegen. Besorge dir lieber das Wissen über das Internet, schaue was du bereits an Hardware hast und besorge das Restliche irgendwo kostengünstig oder warte bis sich etwas kostenloses ergibt.

Bevor du allerdings diesen Weg gehst, solltest du dir ernsthaft überlegen, ob du derartige Elektrogeräte wirklich brauchst und nicht nur wünscht. Statt eines Smartphones oder eines Vollautomaten tut es vielleicht ein einfaches Handy oder eine alt bewährte Filterkaffeemaschine mit wiederverwendbaren Filter. Auch ein Elektrowecker lässt sich mit einem rein mechanischen Wecker ersetzen. Und wenn doch, dann muss klar sein, dass auf Design, Dellen, Kratzer und eingeschränkte Funktionen nicht so viel Wert gelegt werden darf.

11. Girokonto – Wechsle zu einer kostenlosen Direkt- oder App-Bank

Wenn du noch zu denjenigen gehörst, die für ihr Girokonto Geld zahlen, dann solltest du die Bank jetzt wechseln. Es gibt nämlich Direktbanken, die keinen Cent verlangen. Das lohnt sich normalerweise immer dann, wenn du auf kein Filialnetz angewiesen bist (persönliche „Beratung“), bereit bist alles Online abzuwickeln und dich mit einigen Grundleistungen zufrieden gibst (z.B. Überweisung, Dauerauftrag, Standardkarte). Solltest du bei der gebührenpflichtigen Bank noch Schulden haben, dann ist es manchmal besser zu bleiben.

Leider ist es so, dass manche kostenlose Direktbanken einen monatlichen Geldeingang verlangen oder du dessen Finanzprodukte beanspruchen musst, da es sonst kostenpflichtig werden kann oder du irgendwann gekündigt wirst. Wir schuldenfreien Selbstversorger und Minimalisten ohne Mindesteinkommen gehören definitiv nicht zur Zielgruppe. Sobald du dann aber eine passende Bank für dich gefunden hast, solltest du aufpassen, dass das Girokonto auch kostenlos bleibt. Wenn du nämlich mehr Leistungen beanspruchst als das kostenlose Girokonto eigentlich hergibt (z.B. Karte verloren, telefonische Abwicklung), fangen die Gebühren an.

Unproblematisch ist hingegen das Bargeldabheben an bestimmten Geldautomaten (Fremd-/ Tochterbanken), Supermärkten und Tankstellen. Das hausfremde Netz ist oft besser ausgebaut als die der Hausbanken, so das du immer kostenlos an Bargeld kommt. Aber auch hier solltest du aufpassen, da die kostenlose Geldabhebung an Bedingungen geknüpft ist (z.B. Mindestsumme, bestimmte Karte).

Sollte keine passende Bank für dich dabei sein oder diese irgendwann doch mal etwas kosten, dann kannst du auch auf die weltweit agierenden Smartphone- bzw. App-Banken ausweichen. Alles erledigst du dort über eine App auf deinem Smartphone – in seltenen Fällen auch auf dem Desktop. Das ist ein völlig neuartiges Bankenkonzept.

Im Vergleich zu den Direktbanken ist vieles abgespeckter und einige neue Funktionen sind dazugekommen. Man kann Geld oft bereits mittels Telefonnummer senden und manchmal beliebig viele Prepaid- bzw. Depit-Kreditkarten selbst erstellen. Statt einer physischen Girokarte bezahlst du bei manchen Banken mit einer psychischen Kreditkarte auf dem Smartphone. Und wer doch eine physische Karte möchte, muss dafür manchmal eine Gebühr bezahlen.

Nicht immer handelt es sich bei den App-Banken um ein echtes Girokonto, eine echte Kreditkarte oder zugelassene Bank. Besonders geeignet sind derartige Konten für internationale Überweisungen und den Währungstausch, wobei auch hier (geringe) Gebühren anfallen können. Manchmal können sogar Bitcoins gehandelt werden. Die größten Nachteile sehe ich in der Abhängigkeit zu einem technisch aktuellen Smartphone, dessen kostenpflichtige Internetverbindung und geringeren Möglichkeiten Bargeld abzuheben.

12. Sei auf Reisen ein zeitloser Globetrotter

Nicht nur als Selbstversorger kannst du ein minimalistisches Leben führen, sondern auch auf deinen Reisen. Wie das geht lernen wir von den Globetrottern. Diese reisen selbstorganisiert, zeitlos und günstig oder sogar geldlos um den ganzen Globus. Das funktioniert u.a. deshalb so gut, weil man nicht unter Zeitdruck steht und auch mal länger an einem Ort verweilen kann. Bei Angestellten die nur zwei Wochen Urlaub und einen festen Zeitplan haben funktioniert das definitiv nicht.

Globetrotter sind oftmals mehrere Wochen, Monate oder Jahre an den entferntesten Orten der Welt unterwegs, die sich selbst organisieren (keine Pauschalreisen), hoch flexibel sind (nur das Nötigste wird geplant) und sich außerhalb von den überteuerten touristischen Zentren aufhalten. Das macht das Reisen so günstig, zumal man viel mit Einheimischen zusammenkommt und sich Freundschaften entwickeln können.

Wie wir sehen, können sich aus finanzieller Sicht auch immobile Selbstversorger größere Reisen leisten.

13. Teure Experten brauchst du nicht immer - Wissen gibts umsonst

Inzwischen müsste dieser Punkt jedem bekannt sein. Wissen gibt es spätestens seit dem Internet umsonst. Auch viele gute eBooks gehören mittlerweile dazu. Zu allem und jedem Thema gibt es frei verfügbare Informationen und Meinungen anderer. Smartphones und die zunehmende Digitalisierung beschleunigen das ganze noch.

Jeder der sich zu einem Thema die Zeit nimmt, bekommt alle notwendigen Informationen auch umsonst. Tiefes (veraltetes) Wissen, dass eine Ausbildung oder ein Studium voraussetzt, ist in den meisten Fällen nicht mehr erforderlich. Das ersetzt viele Händler, Bankberater, Ärzte, Politiker und so weiter, die allzu oft eh nur an einen Verkauf ihrer Produkte interessiert sind und daher befangen sind (ein Arzt lebt davon, dass sein Kunde weder gesund wird noch stirbt; ein Bankberater vom Verkauf hauseigener Finanzprodukte, ein Politiker vom Stimmenfang). Derartige Verkäufer kosten nur unnötiges Geld und bringen einem nicht weiter.

Informiere dich daher erst einmal selbst, statt gleich den nächstbesten Experten aufzusuchen und diesen blind zu vertrauen. Das ist zwar manchmal etwas anstrengend, dafür kostet es nichts und unabhängig macht es von anderen allemal. Zumal dein gesamtheitliches Wissen dadurch stettig wächst und du von Außen nicht mehr so manipulierbar werden kannst. Daher Selberdenken statt Aufschwätzen lassen.

Und wenn du doch mal nicht weiterkommst, dann kannst du dir auch einen guten und unabhängigen Experten leisten (z.B. Heilpraktiker statt Hausarzt), der sein gutes Geld kosten darf und mit dem du auf gleicher Augenhöhe mitreden kannst. Ein gutes Buch tut es aber manchmal auch schon. Einen wahren Experten erkennst du übrigens daran, dass dieser bereits schon dort ist, wohin du möchtest. Ausbildung, Studium und Zertifikate haben nichts zu sagen. Ein Bankberater der Millionäre berät, aber selbst keine eigene Million hat, hat für einen Millionär keinerlei Wert.

Wie du an Wissen für deine Selbstversorgung gelangst erfährst du hier.